Musik
Music was my first love, and it will be my last…
Webdevelopment und was vom Leben übrig bleibt
Music was my first love, and it will be my last…
Freitag, 27. März 2009
Eines der — wie ich finde — besten HipHop-Alben des vergangenen Jahrzehnts!
Aus der Amazon-Redaktion:
Mit diesem Debütalbum schafft der nach Pharrell Williams gefragteste HipHop-Produzent etwas kaum für möglich Gehaltenes: West bezieht auf einfallsreiche Weise und ohne Zurückhaltung Position zu heiklen Themen, und das zu nicht weniger originellen Beats. Letztere sind freilich keine Überraschung, hat West mit seinen Soundideen doch bereits Hitsingles verschiedenster Acts gestaltet, von Alicia Keys (”You Don’t Know My Name”) bis Talib Kweli (”Get By”).
Das wirklich Erstaunliche ist, dass Wests Texte von Stripperinnen ebenso handeln können wie von Gott, vom Studentenleben wie von Schusswaffen — ohne je unglaubwürdig zu werden. Auf “Breathe In Breathe Out” rappt er voller Ironie: “I gotta apologize to Mos and Kweli/is it cool to rap about gold if I told the world I copped it from Ghana and Mali?” Auf dem eingängigen “Through The Wire”, das auf einer gesampelten Hook von Chaka Khan basiert, ist ein perfekt vorgetragener Rap zu hören, obwohl West nach einem beinahe tödlichen Autounfall den Unterkiefer mit einer Drahtklammer fixiert bekommen hatte.
Vielleicht inspirierte die Erinnerung an die eigene Sterblichkeit West auch zu dem intensiven Text von “All Falls Down”. Die Skits sind ebenfalls stark; in einem lässt sich West darüber aus, dass Angehörige der amerikanischen Unterschicht aus Bildung wenig Kapital schlagen und nur einen Bruchteil von dem verdienen, was er an Einnahmen hat. Mit dem relaxten Clubtrack des Jahres, “Slow Jamz” featuring Twista, sowie beeindruckenden Gastauftritten von Jay-Z, Common, Mos Def und dem Harlem Boys Choir ist College Dropout so explosiv, so spannungs- und anspruchsvoll, wie Rap nur sein kann.
YARD, das sind Selda Kaya, Florian Grell und Suntke Garbe. Ein Trio in einer für moderne Popmusik durchaus gängigen Besetzung: Sängerin vornweg im Rampenlicht, die beiden Soundtüftler aus dem Hintergrund agierend.
Ein lässiges Grundtempo, ausgefeilte Arrangements und eine Stimme zum Dahinschmelzen.
„Pastime“ („Zeitvertreib“) nennen sie ihr enorm bezauberndes und wohltemperiertes Debütalbum: Hamburger Gelassenheit trifft auf Berliner Lifestyle.